Kürbis-Beat

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Gemüseorchester
Am Morgen ist alles noch offen. Wie wird der heutige Tag? Was möchte ich erleben? Womit fange ich an? Bei diesen morgendlichen Gedanken läuft vielleicht Musik im Radio. Aber ein paar selbst geklopfte Takte auf Holz oder ein munteres Summen tun es auch. Es braucht keinen Fundus an Instrumenten, keine Noten. Musik kann sich aus dem Nichts entwickeln und mit ganz einfachen Mitteln raumgreifende Töne erzeugen. Wie wäre es, einfach mal die Gegenstände in der Nähe auszuprobieren und zu entdecken, welche Töne in ihnen schlummern? Aus Lust, aus Spass am Experimentieren. Auf diese Weise ist vermutlich auch das Erste Wiener Gemüseorchester entstanden. Die Musiker schneiden und bohren ihre Instrumente aus frischem Gemüse. Ausgehöhlte Gurken oder Karotten werden zu Flöten oder Trompeten. Und Lauch verwandelt sich zur Geige. Während dieses professionelle Wiener Orchester mit Verstärker und zusätzlicher Software arbeitet, können Sie einfach improvisieren. So oder so: Musizieren macht uns glücklich. Das liegt daran, dass das menschliche Gehirn dabei die körpereigenen Glückhormone, Endorphine, ausschüttet.
Kreativität ist Intelligenz, die Spass hat.
Albert Einstein (1879 – 1955)


